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Sammelplatz, News - Kanton Zürich

JagdZürich: Milizsystem am Anschlag

Mit einer ernsten Mahnung schloss Präsident Martin Möhr, soeben für drei Jahre wiedergewählt, die Generalversammlung von JagdZürich in Kloten: «Entweder die Mitglieder zeigen mehr Engagement und stellen sich für Vorstandsämter zur Verfügung, oder die Arbeit muss in Zukunft eingekauft und folglich auch bezahlt werden!»

Die Zürcher Jagdhornbläser (Leitung Sepp Gyr) eröffneten traditionsgemäss die Versammlung in Kloten.

Herzlich willkommen, Winand Brinkmann! Der Privatdozent für Paläontologie an der Universität Zürich ist neues Vorstandsmitglied von JagdZürich.

Präsident Martin Möhr beschenkt René Moor zum Dank für 40 Dienstjahre als Jagdaufseher.

Zürcher Präsidenten aus drei Generationen; von links: Dr. Jacques Meier, Walter Meierhofer, Martin Möhr.

29.04.09 | Nur einer von zwei vakanten Vorstandssitzen konnte neu besetzt werden.An die Stelle der seit 2005 amtierenden und wegen beruflicher Weiterbildung zurücktretenden Christa R. wurde der Paläontologe und Jungjäger PD Dr. Winand Brinkmann (Hittnau) in den Vorstand gewählt. Der gesamte verbleibende Vorstand wurde ehrenvoll und oppositionslos im Amt bestätigt.

 

Rund 150 Mitglieder und Gäste hatten sich zum traditionellen Zürcher Jägertag in der Schluefweg-Halle in Kloten eingefunden. Der Pelzfellmarkt bot das gewohnte trostlose Bild. Die Auffuhr war mit 101 Füchsen (Fr. 8.--) und zwölf Mardern (Fr. 20.--) gering, das Preisniveau ebenfalls. Mit 755 Mitgliedern hat der Verein eine Zunahme um 22 zu verzeichnen.

 

Einleitend berichtete Martin Möhr von zahlreichen Projekten und Ideen, mit denen JagdZürich gut unterwegs ist. So hat man sich in das Thurauen-Projekt des Kantons Zürich eingeklinkt, um sicher zu stellen, dass im geplanten Ausstellungszentrum auch die Belange der Wildtiere und der Jagd angemessen berücksichtigt werden.

 

Wie zu vernehmen war, hat sich die Stiftung Paneco (www.paneco.ch) bereit erklärt, den Betrieb des Ausstellungszentrums zu übernehmen. Das Eröffnungsfest der Westumfahrung von Zürich wird zum Anlass für einen grossen jagdlichen Auftritt in der Öffentlichkeit genommen, wofür die Jäger aus dem Säuliamt die Verdie «Schlammschlachten» im Zusammenhang mit den jüngsten Versteigerungen, wies auf die nun in Kraft getretene revidierte Wildschadenverordnung hin, ebenso auf die Probleme mit dem leidigen Geocaching, der Hundebürokratie und den EU-Waffenpass. Näheres immer auf www.jagdzuerich.ch 

 

Nach den Grussadressen von Rolf Gerber (Amt für Natur und Landschaft, in Vertretung von Baudirektor Markus Kägi) und David Clavadetscher (Revierjagd-Schweiz) wurde der Jahresbericht genehmigt. Martin Möhr hob den Rejordabschuss von 840 Wildschweinen bis Mitte März hervor sowie die Probleme um die Jagdschiessanlagen, die noch nicht gelöst sind. Iris Scholl und Andreas («Douglas») Rippmann präsentierten den Bericht über die Öffentlichkeitsarbeit.

 

Das Schwergewicht der Aktionen im Jahr 2009 liegt auf dem Luchs sowie auf den Kontakten mit den Schutzorganisationen und deren engagierten Mitgliedern und Mitarbeitenden. Die Rechnung, die mit einem jubiläums-bedingten Rückschlag von rund 11 200 Franken abschloss, wurde ebenfalls diskussionslos angenommen, ebenso der Beitrittsbeschluss zu JagdSchweiz und das Jahresprogramm. Das Budget 2009 bewegt sich wieder im gewohnten Rahmen; es ist eine ausgeglichene Rechnung vorgesehen, sodass der Jahresbeitrag unverändert bei 100 Franken belassen werden kann.

 

René Moor (Glattfelden) wurde für 40 Dienstjahre als Jagdaufseher geehrt, ebenso die erfolgreichen Schützen, unter denen Robert Morf hervorragte; er wurde gleich Kugel-, Jagd- und Keilermeister sowie Sieger im Jungjägerstich.

 

Autor: Karl Lüönd

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