18.01.10 | In der Schweiz wurden vergangenes Jahr 110 Tiere aufgrund von verdächtigen Symptomen auf Tollwut untersucht, aber es wurde kein einziger Fall festgestellt. Unter den 110 Kandidaten waren 16 illegal importierte Hunde. Prof. Reto Zanoni, Leiter der Tollwutzentrale am Institut für Veterinär-Virologie an der Universität Bern sagt dazu: «Trotz der Abwesenheit von Tollwut bei Haustieren und terrestrischen Wildtieren und des Fehlens eines Tollwutnachweises bei Fledermäusen gilt weiterhin die Empfehlung, die Tollwut bei klinischem Verdacht zu erwägen und diagnostisch abklären zu lassen.» Dank der seit Juni 2003 für die Schweiz gültigen Einfuhrbedingungen für Hunde und Katzen sei das Risiko der Tollwut-Einschleppung durch Haustiere gering, aber nicht vernachlässigbar geworden.
Auch in unseren Nachbarländern ist die Tollwutsituation stabil, wie die Tollwutzentrale in ihrem Jahresbericht hervorhebt. Frankreich, Österreich und Deutschland blieben tollwutfrei. Ein in Italien (Friuli/Venezia, nahe Slowenien) entdeckter Herd konnte noch nicht vollständig getilgt werden. Dort werden die Füchse oral geimpft – wie seinerzeit in der Schweiz. Ein Hund, sieben Füchse, ein Dachs und ein Reh wurden dort als befallen identifiziert.
Abschliessend heisst es im Jahresbericht der Schweizer Tollwutzentrale: «Reisen oder berufliche Tätigkeit in Gebieten mit Hundetollwut stellen ein nicht zu vernachlässigendes Tollwut-Risiko für Menschen ar. Bei Reisen in Risikoländer wird deshalb die Impfung empfohlen.
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