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Jagd & Umwelt, News - Ökologie

Der Zeitgeist wandelt sich: Schutz durch Nutzung ist die Zukunft!

Der World Conservation Congress der IUCN in Barcelona, eine Art Mitgliederversammlung der «Welt-Naturdemokratie», hat dem Kerngedanken der modernen Jagd einige wichtige Schritte vorwärts geholfen: Die Einsicht, dass massvolle und nachhaltige Nutzung der beste Schutz für Natur, Tiere und Artenvielfalt ist, wurde in insgesamt 140 Einzelresolutionen zum Prinzip erklärt. Er ist jetzt geltende Lehre in einer der wichtigsten Umweltorganisationen der Welt.

10.11.08 | «Es ist noch nicht lange her, da waren Jäger an solchen internationalen Veranstaltungen geächtete Randfiguren inmitten von hunderten von Sandalenträgern mit runden Brillen und Zopf,» erinnert sich Dieter Schramm, Präsident des CIC (Internationaler Jagdrat zur Erhaltung des Wildes).

 

Inzwischen reden die Vertreter der internationalen Jägerorganisationen als respektierte Gesprächspartner mit und helfen die Kongressgeschäfte gestalten.» Was an solchen Kongressen in Form von Entschliessungen und Positionspapieren verabschiedet wird, fliesst nachher in die Beschlüsse von Regierungen, in die Praxis von Behörden und in die Programme Dutzender von Organisationen ein.

 

Möglich wurde dieser massive Bedeutungszuwachs jagdlicher Positionen dank der Zusammenarbeit der internationalen Jagdorganisationen, insbesondere der FACE (Zusammenschluss der nationalen Jagdverbände der EU-Staaten) und des CIC (Int. Jagdrat zur Erhaltung des Wildes).

 

Über 1000 Vollmitglieder und hunderte von Vertretern von Nichtregierungsorganisationen aller Art tagten im Oktober während zehn Tagen am IUCN-Kongress in Barcelona. IUCN, gegründet 1948, ist die älteste und grösste Umweltschutzorganisation der Welt, die mit rund tausend Mitarbeitern und hunderten von Partnern in 60 Büros weltweit Projekte betreut. Das Hauptquartier der IUCN befindet sich in Gland /VD).

 

Vom Kongress in Barcelona zeichneten die Medienberichte mehrheitlich ein eher pessimistisches Bild. Das Schwergewicht lag auf den vielen negativen Einflüssen, denen die Umwelt ausgesetzt ist, sowie auf den Einfluss des menschlichen Handelns auf die Biodiversität. Trotz der Bedeutung dieser Probleme erachteten die teilnehmenden Mitglieder der jagdlichen Organisationen die Debatten und Gespräche eigentlich als sehr ermutigend. Denn die nachhaltige Nutzung wurde als  Querschnittsthema ernst genommen, weil sie belegbare Erfolge vorweisen konnte. und ein Gebiet Ein durch den CIC veranstalteter Workshop über nachhaltigen Jagdtourismus zeigte dies in der Tat sehr deutlich und führte zu einer dynamischen und positiven Diskussion.

 

CIC-Präsident Dieter Schramm zu den Ergebnissen von Barcelona: «Das eine geht schneller, das andere braucht Zeit. Wichtig ist aber, dass wir Jäger dort präsent sind und eingreifen, wo die Entscheidungen von Regierungen und weltweiten Organisationen vorbereitet werden.»

 

 

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2 KOMMENTARE


Ruth Bernhart
  Ihr Kommentar Was mich nachdenklich gestimmt hat, ist der Jagdtourismus. Meiner Ansicht nach sollte er wirklich nachhaltig ausgeführt werden. Ja unser Ziel ist hegen und pflegen. Tierschützer wird es immer geben, meistens aus Unwissen heraus.
 
DocTruth
  Ja, auch hier merkt man die Veränderung: Die militanten und kranken Tierschützer werden immer jünger und verlieren damit - glücklicherweise - zunehmend ihren im Ergebnis negativen Einfluss auf die Tierwelt. Bei den meisten Jungen ist halt nichts mehr "cool" genug, um dafür kompromisslos etwas zu tun. Gut für uns Jäger, wir wissen noch, wofür wir uns einsetzen!
 

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