04.01.10 | Am zweitletzten Tag des Jahres kam es im Jagdrevier Zell-Weissenberg im Zürcher Tösstal zu einem beinahe historischen Ereignis, das man ohne Bedenken als «Sauerei» bezeichnen darf. Zum ersten Mal seit den frühen fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts konnte wieder Schwarzwild erlegt werden - und dies gleich noch in doppelter Ausfertigung! Damit sind nun auch für Skeptiker die zahlreichen Sichtmeldungen der letzten Jahre bestätigt: Die Wildschweine sind auch im Tösstal wieder heimisch, zumindest als durchziehendes Wild!
Drei Pächter der Jagdgesellschaft und Ehren-Jagdaufseher Hans Hächler hatten sich zu einem kleinen Rehtrieb am Jahresende verabredet, um die Abschussvorgaben zu erfüllen. Im Gebiet Buchenrain wurde eine kleine Wildschweinrotte - eine Bache und drei Frischlinge - aufgescheucht. Jagdpächter Heinz Steger konnte kurz hintereinander gleich zwei der drei Jungtiere weidmännisch und mit guten Schüssen erlegen. Die führende Bache wurde richtigerweise geschont. Die Jungtiere wogen 32,2 und 29,8 Kilo - stattliche Gewichte, die auf die gute Ernährungslage schliessen lassen, die das Schwarzwild auch in den Tösstaler Wäldern antrifft. Es versteht sich von selbst, dass die Abschüsse im Stammlokal der Jagdgesellschaft, der «Linde» zu Langenhard, gebührend gefeiert wurden. Ein erfreulicher Jahresabschluss für die Jäger - und ein seltenes Ereignis für das Tösstal: Hans Hächler glaubt sich zu erinnern, dass der letzte Wildsau-Abschuss in Zell im Jahre 1953 stattgefunden hat!
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