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News - Bartgeier

Bartgeier in den Schweizer Nordalpen

Im  kommenden  Jahr werden  erstmals  Bartgeier  in  den  Schweizer  Nordalpen  ausgewildert.  Damit wird  dem eindrücklichen, einst  im ganzen Alpenraum ausgerotteten Knochenfresser ein weiteres Stück seiner alten Heimat zurückgegeben. Eine erste Auswilderung findet im Frühsommer 2010 im St. Gallischen Calfeisental, in einem eidgenössischen Wildschutzgebiet,  statt.  In  den  nächsten  10  bis  15  Jahren  sollen  ein  neuer  Populationskeim gebildet und die genetische Basis der wildlebenden Bartgeierpopulation verbessert werden.

Bild: Daniel Hegglin - Stiftung Pro Bartgeier

21.12.09 | Auch  in  den  Nordalpen werden  bald wieder  die  Knochen  krachen. Dafür  sorgt  der  Bartgeier,  der  ab  kommendem  Jahr  in  dieser  Region  ausgewildert  werden soll.  Dieser  eindrücklicher  Aasfresser,  der  am  liebsten Knochen von verendeten Tieren frisst und diese zwecks mundgerechter  Zerkleinerung  aus  grosser  Höhe  auf Geröllhalden  fallen  lässt, war  ursprünglich  in  der  ganzen Schweiz heimisch und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. 


Seit  1987  wurden  in  den  Alpen  160  junge  Bartgeier ausgewildert,  26  davon  im  Schweizerischen  Nationalpark. Dank  dem Wiederansiedlungsprojekt  haben  sich inzwischen  erste  Populationskeime,  wie  im  Raum  Engadin  und  in  Haute‐Savoie  und  dem  angrenzenden Wallis, gebildet. Allerdings, so zeigt eine aktuelle Analyse,  ist die genetische Basis der Wildpopulation noch zu klein. 


Die  Stiftung Pro Bartgeier will dem nun mit Auswilderungen  in  den  Schweizer  Nordalpen  entgegenwirken und  die  flächige  Besiedlung  des  ehemaligen  Verbreitungsgebiets  fördern.  Die  intakten  Wildtierbestände und die guten thermischen Bedingungen im eidgenössischen  Banngebiet Graue  Hörner  bieten  beste  Lebensbedingungen  für Bartgeier. Hier,  im  St. Gallischen Calfeisental,  sollen  im  Frühsommer  2010  erstmals  junge Bartgeier  in  den  Schweizer  Nordalpen  ausgewildert werden.


Mehr zum Vorhaben im Jahresbericht der Stiftung Pro Bartgeier:
http://bartgeier.ch/downloads

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