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News - Podium mit Publikumsdiskussion

Wildtierkorridore im Aargau: Frei Bahn für die Wildschweine?

Verkehrsachsen, verbaute Flussufer und Siedlungen zerschneiden die Aargauer Landschaft. Für Wildtiere sind sie oft unüberwindbare Hindernisse und Wildtierkorridore die letzten "Notbrücken" zwischen ihren zertrennten Lebensräumen. Als einer der ersten Schweizer Kantone setzte der Aargau seine Wildtierkorridore 1996 im Richtplan fest. Am 25. März 2010 diskutieren im Naturama Aargau Fachpersonen auf dem Podium und mit dem Publikum, ob damit das Ziel erreicht ist und der Aargau seiner damaligen Pionierrolle heute noch gerecht wird.

Wildtierkorridore sind die "Autobahnen" der Wildtiere und ermöglichen deren Verbreitung im Kanton Aar-gau. Davon profitiert auch das nicht überall gern ge-sehene Wildschwein. (Foto: Martin Bolliger, Naturama Aargau)

27.01.10 | Die Schweiz besitzt das dichteste Strassennetz von ganz Europa. Viele Kilometer Autobahnen und Eisenbahnlinien machen uns Menschen zu Reisenden. Auf der Strecke bleiben die Wildtiere: Während unsere Mobilität in den vergangenen Jahren laufend zugenommen hat, wurden ihre Wanderrouten und Lebensräume durch unsere Verkehrsträger und die unaufhaltsame Ausbreitung unserer Siedlungen immer mehr eingeschränkt. Entsprechend schwierig sind für Reh, Marder, Wildschwein und Co. Wanderungen zwischen ihren Teillebensräumen und der Austausch von Tieren zur Fortpflanzung und Erhaltung der genetischen Vielfalt.


Wildtierkorridore sind zu "Notbrücken" in der zerschnittenen Landschaft geworden: Diese "Landschaftsstreifen", welche Naturräume grossräumig verbinden und Wildtieren auch Fernwanderungen ermöglichen, gilt es bei Strassenbauprojekten und Siedlungsentwicklungen zu berücksichtigen. So erleichtern heute da und dort "Grünbrücken" und "Wildtierunterführungen" Hase und Fuchs die Überwindung von Strassen und Eisenbahnlinien. Lösungen für den Umgang mit grossflächigen "Siedlungs-Barrieren" sind bereits schwieriger zu finden.


Der diesjährige Naturschutz-Roundtable wirft einen Blick auf die Situation im Kanton Aargau: Unter der Moderation von Bea Stalder (Naturama) diskutieren am Beispiel des Wildtierkorridors Suret Thomas Gremminger (Projektleiter "Wildtierkorridore Aargau" der Sektion Natur und Landschaft), Beat Rüetschi (Gemeinderat Suhr), Dominik Thiel (Wildtierbiologie der Sektion Jagd und Fischerei) und Andreas Villiger (Präsident Bauernverband Aargau) über die Massnahmen zur Erhaltung und Aufwertung der Wildtierkorridore in unserem Kanton. Norbert Kräuchi, Leiter der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer, informiert das Publikum mit einem Eingangsreferat in Kürze über die wichtigsten Faken. Der Anlass ist kostenlos und findet im Rahmen der Sonderausstellung "Stadt vor Augen - Landschaft im Kopf" des Naturama Aargau statt.

 

Datum 
Donnerstag, 25. März 2010


Zeit 
20.00 - 22.00 Uhr, anschliessend Apéro


Türöffnung zur Besichtigung der Sonderausstellung "Stadt vor Augen - Landschaft im Kopf" um 18.30 Uhr.


Ort 
Naturama Aargau, Mühlbergsaal
Bahnhofplatz, 5001 Aarau

Anlass Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.

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