02.02.10 | Samstag 09.01.2010 im Elsass. Am Nachmittag sind wir zum zweiten Trieb auf unseren Ständen. Kurz nachdem angeblasen ist und die Treiber loslegen, taucht die Garde de Chasse auf und kontrolliert einige von uns. Ein Schweizer Jäger trägt einen Ohrschutz mit Geräuschverstärker. Erst kürzlich wurden solche Modelle in deutschen und Schweizer Jagdzeitschriften getestet und zum Gebrauch empfohlen, weil sie das Gehör nachhaltig schützen. Ausserdem dienen sie auch der Sicherheit, weil man auch die Treiber hört. Einen eigentlichen Vorteil bezüglich Jagderfolg gibt es auf einer Treibjagd sicher nicht. Nun aber wurde zu unserem Erstaunen dem Schweizer Jäger der Jagschein und der Ohrschutz abgenommen. Später bekam zu hören, dass er mit einer Busse rechnen müsse. Diese soll um die 300 Euro betragen. Da befolgt ein Jäger die Tipps der Spezialisten um einen Gehörschaden zu vermeiden und soll nun in Frankreich eventuell gebüsst werden.
Nachtrag: Der Ohrschutz wurde eingezogen und nicht zurückgegeben.
Peter Schmid, Ittigen
5 KOMMENTARE
Besten Dank für Ihren Bericht.Ich werde die Infos meinen Jagdkameraden im Elsass weitergeben.
Mit freundlichen Grüssen
Lydia Zaugg
Danke für Ihre Infos. Werden die französischen Behörden in Zukunft
Jäger büssen, die eine medizinische Hörhilfe (Hörgerät) verwenden? Diese Geräte arbeiten auch mit einem elektronischen Teil zur Verstärkung der Geräusche. Bei einem Anschaffungspreis von einigen tausend Franken käme eine Konfiskation dem Besitzer teuer zu stehen. Amtsschimmel dreimal wiehern....
Mit Weidmanns Gruss Stefan Zeidler
Der elektronische Teil scheint nicht erlaubt zu sein. Das weis man aber bei den Franzosen eben nie so genau.
Freundliche Grüsse
Peter Schmid
Besten Dank für Ihren Bericht.
Was war den nun nich legal? Der Gehörschutz an sich oder der elektronische Teil, welcher Geräusche verstärkt?
Freundliche Grüsse
Hansueli Hofer
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