22.02.12 | Der Luchs-Kuder «B132», der 2006 im Tössstockgebiet im Zürcher Oberland zur Welt kam, ist im italienischen Trentino eingefangen und mit einem neuen GPS-Halsband bestückt worden. Bis ins Trentino legte der Luchs über 200 Kilometer zurück. Mitarbeiter des «Servizio Foreste e Fauna» fingen den Luchs in einer Kastenfalle in der Brenta-Berggruppe, teilte das Forschungsprojekt Kora zur Erhaltung der Raubtiere in der Schweiz mit. Der Kuder wog beachtliche 26,5 Kilogramm. Nach dem Wechsel des GPS-Halsbandes und der Entnahme von Blut- und Haarproben für eine genetische Analyse wurde der Luchs nach 40 Minuten wieder freigelassen. Das Tier stammt aus dem Nordostschweizer Luchs-Umsiedlungsprojekt «Luno», bei dem zwölf Tiere im Tössstockgebiet ausgewildert wurden. Einer dieser Luchse «Turo» war der Vater, ein Weibchen aus dem Luno-Nachwuchs die Mutter von «B132». Dieser legte auf seiner Wanderung den längsten Weg zurück, der jemals für einen Luchs in den Alpen dokumentiert werden konnte.
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