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News, Jagd & Umwelt - Krankheit

Tollwutwelle rollt auf die Schweiz zu

Aus Osten nähert sich eine neue Tollwutepidemie unserem Land. Die detaillierten Informationen über den Seuchenverlauf wurden von den italienischen Veterinärbehörden anlässlich einer heute in Mailand durchgeführten Tagung über die europäische Wildfleisch-Richtlinie mitgeteilt. Sollte die Seuchenfront nicht durch die Impfkampagne aufgehalten werden können, könnte Graubünden in den nächsten zwei bis drei Jahren erneut mit dieser Seuche konfrontiert werden.

02.03.10 | Die ersten Fälle der Tollwut erreichten die Provinz Udine in den italienischen Ostalpen im Jahr 2008. Davor war die Tollwut in Slowenien aufgetreten. Im Jahr 2009 breitete sich die Epidemie weiter gegen Westen aus und führte besonders in der Provinz Belluno zu vielen Tollwutfällen. Bis zum heutigen Tag wurden von den Behörden insgesamt 137 Tollwutfälle registriert, davon allein 121 bei Füchsen. Betroffen wurden aber auch Rehe, Dachse, Katzen, Hunde sowie einzelne Pferde und Esel.

 

Am 16. Februar 2010 wurde der erste Tollwutfall in der Provinz Trento registriert, noch auf der orografisch linken Seite des Etsch-Tales. Eine gross angelegte orale Impfkampagne für die Füchse ist durchgeführt worden, die das Gebiet vom Alpenkamm bis zum Po-Fluss im Süden und zum Etsch im Westen abdeckt. In der Lombardei, das heisst im Gebiet unmittelbar östlich der Schweizer Grenze, sind bisher keine Tollwutfälle festgestellt worden.

 

Dies könnte sich allerdings schnell ändern, wenn nämlich die Füchse nicht wie gewünscht auf die Impfkampagne ansprechen sollten. Dann würde die Front weiter Richtung Westen wandern und innerhalb von wenigen Jahren Graubünden erreichen.

 

Quelle: M. Giacometti,  JagdSchweiz




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