26.08.10 | Die Szene gruppiert sich derzeit vor allem um die Internet-Seite www.jagdkritik.ch, für die als Domain-Holder ein Charli Sonnthal aus Indemini (TI) verantwortlich ist. Sonnthal ist schon öfter öffentlich als radikaler Vegetarier (Veganer) hervorgetreten. Vergangenes Jahr hat er im «Blick» gefordert, analog zu den Raucher-Räumen in den Restaurants auch Separees für Fleischesser vorzuschreiben.
In E-Mails, die offenbar massenhaft verschickt worden sind, verbreiten Sonnthal und seine Gesinnungsfreunde neben den seit Jahren wohlbekannten Tiraden von geschworenen Jagdfeinden wie Dag Frommholt und anderen auch Unsinn in neuen Dimensionen, u.a. die Behauptung, die Jägerschaft sei mitverantwortlich für die vielen Wildunfälle. Obwohl allgemein bekannt ist, dass in der Schweiz Lebendfallen verboten sind, behauptet www.jagdkritik.ch, Jäger «lockten friedliche Lebewesen in Fallen, in denen sie zum Teil tagelang leiden und auf ihren Mörder warten müssen.»
Verräterisch ist der Vorwurf, Jäger «erschiessen Mutterkühe vor ihren Jungtieren während der Aufzuchtzeit (NachSonderjagd).» Und hier zeigt sich nun doch etwas Neues: Offensichtlich hat sich ein (vermutlich kleiner) Teil der Bündner Sonderjagd-Gegner - es ist vor allem von Fundamentalisten aus dem Prättigau die Rede - mit den Jagdfeinden verbündet. Szenenkenner versichern uns, dass einzelne SonderjagdGegner sich nicht damit abfinden können, bei der letzten Jagdgesetz-Revision unterlegen zu sein. Einzelne sollen die Jagd aufgegeben und sich aus Frustration den Jagdfeinden angeschlossen haben. Am Mut, mit Namen und Gesicht zur eigenen Meinung zu stehen, scheint es ihnen freilich zu fehlen. Sie nennen sich jetzt «Verein Wildtierschutz Schweiz», verstecken sich hinter einer Davoser Postfachadresse und haben ein Konto bei der Raiffeisenbank Klosters, der wir diese Art von Kundschaft von Herzen gönnen.
Autor: Karl Lüönd
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