21.06.10 | Wenn Fische eines nicht lieben, dann ist es der ständige Wetterwechsel. Das Auf und Ab beim Luftdruck bekommt ihnen überhaupt nicht. Kein Wunder, gehört doch die Schwimmblase zu den wichtigsten Organen. Und während zum Beispiel Karpfen über einen Verbindungskanal zwischen Darm und Schwimmblase verfügen, steht dem Zander nur eine Kammer zur Verfügung, und er muss den Druckausgleich mittels seiner Gasdrüse übers Blut bewerkstelligen. Eine wirkliche Belastung für den Körper. Dass einem dabei der Appetit vergeht ist nur allzu verständlich. Erst wenn sich Wetterlage und Luftdruck eingependelt haben, ist unser Stachelträger wieder fressbereit. Und wenn er einige Tage zuvor gefastet hat, dann hat er so richtig Hunger und versucht, das Versäumte aufzuholen. An solchen Tagen können wir unsere Fänge dann mit roter Tinte ins Fangbuch eintragen!
Die Drop-Shot-Technik
Die Trennung von Wurfgewicht und Köder ist das Besondere an dieser Methode. Der Gummi kann ein extrem natürliches Spiel entfalten und, vielleicht der grösste Vorteil, sehr leicht und ohne Verdacht zu schöpfen vom Fisch eingeschlürft werden. Das Blei befindet sich am Ende unserer Montage, und in einem Abstand von 20 cm bis 1,5 Meter darüber der Köder. Nach dem Auswerfen wird der Rollenbügel geschlossen und die Schnur gestrafft. Schon beim Absinken zittert der Gummi verführerisch. Wollen wir dem Ganzen mehr Spiel verleihen, schütteln wir unsere Rute gefühlvoll. Eine ideale Gerte wäre eine mittelstarke Spinnrute im Bereich von 2,10 m bis 2,40 m.
Spezialisten verwenden verschiedene Hakenvarianten, aber mit einem dünndrähtigen Modell mit weitem Bogen und nach aussen abgewinkeltem Öhr ist man den meisten Situationen gewachsen. Es kommt sehr darauf an, dass unser Haken extrem scharf ist. Deshalb sollte sich ein Schleifgerät immer in unserer Köderkiste befinden.
Es gibt eine Vielzahl von Drop Shot-Ködern in Fisch- und Wurmform sowie als Imitate von Krebsen oder Molchen. Auch die Farbpalette lässt keinen Wunsch offen. Bei dieser Methode ist es vorteilhaft, bei einem Biss eine Kurbelumdrehung zu machen und dabei die Rute zügig anzuheben. Wir sollten in jedem Fall dem Fisch Zeit lassen, sein Maul zu schliessen. Da unser Köder sich praktisch schwerelos anfühlt besteht keine Gefahr, dass der Köder schnell ausgespuckt wird.
Einsatzbereiche: Mündungsgebiete und Buhnenfelder
Vom Boot oder Steg aus, besonders wenn ein Bereich für längere Zeit intensiv befischt werden soll. Beim Bootsangeln suchen wir fangträchtige Stellen wie eine Vertiefung, einen überhängenden Busch, das Wurzelwerk eines Baumes oder einen Bacheinlauf ab.
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