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Fisch und Fang - Fischereierlebnis

Winterlicher Felchenfang

Mitte Februar: Ich habe keine Angeltour geplant. Da kommt der Anruf von Michael Strub gerade recht. «Kommst Du mit zum Bodensee? Vielleicht können wir ein paar Felchen überlisten!» Und wie ich wollte! Am frühen Morgen starte ich meinen Wagen, und um 10 Uhr lassen wir Michaels Boot zu Wasser. Ein kalter Wind weht über den See. Nur dank unserer guten Kleidung werden wir es einige Stunden aushalten können.

Gott sei Dank, wir haben den Fisch.

Michael Strub macht sein Boot startklar.

Erster Biss, erster Drill.

Trotz kalter Finger wird eine feine Hegene montiert.

Bange Momente vor dem Feumern.

Ein schönes Felchen von ca. 50 Zentimetern.

Und noch ein Fang!

Eine Schneefront zieht heran.

Ein Echolot hilft, den Felchen auf der Spur zu bleiben.

Stillleben - Felchen, Rute, Hegene.

Auch auf dem Nachbarboot ist ein Fang gelungen.

Das kann sich doch sehen lassen - der Fang eines Wintertages auf dem Bodensee.

Wieder ein guter Drill.

Im Tagesverlauf haben sich richtig winterliche Verhältnisse eingestellt.

15.02.10 | Wir befinden uns am Überlinger See, auf Höhe des Ortes Bodman. Ohne Echolot wäre es unmöglich, die umherziehenden Felchen zu lokalisieren. Und wir müssen schon einige Runden zurücklegen bis schmale Sicheln in 32 Metern Tiefe zu erkennen sind. Hier wollen wir unseren Anker setzen. Die nachfolgenden Fotos dokumentieren, wie es uns an diesem Februarsonntag ergangen ist. Übrigens: Es war Fasnachtszeit und ein Narrenzug mit bunten Kostümen und Blaskapellen zog durch die Strassen. 


«Wo sind denn die wahren Narren, auf  dem Fasnachtstreiben oder hier in der Kälte auf dem See?» fragte mich mein Angelfreund. Eine fast philosophische Frage, die ich auf Anhieb nicht beantworten konnte... 


Es war nicht einfach, mit kalten Fingern die sensible Hegenenrute zu führen. Und es entstand ein unbeschreibliches Glücksgefühl, wenn es uns gelang, ein Winterfelchen zu haken. Obendrein war uns ein besonderer Gaumenschmaus sicher - aus dem kalten Wasser schmecken Fische doppelt gut. 


Text und Fotos: Bernd Taller




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