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Fisch und Fang - Fangfrisch

Flusskrebsförderung im Aargau

Der Kanton Aargau will die drei im Aargau lebenden einheimischen Flusskrebsarten, den Dohlenkrebs und den Steinkrebs, in kleineren Bächen sowie den meist in Weihern und Kleinseen lebende Edelkrebs fördern. Diese sind jedoch sehr selten geworden, da viele ihrer Lebensräume durch die menschliche Nutzung stark verändert wurden. Zudem bedrohen fremde Krebsarten die einheimischen Tiere, weil diese eine Pilzkrankheit, die sogenannte Krebspest, verbreiten.

23.11.11 | Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt informierte über ein Projektmit dem Ziel, die einheimischen Krebse zu erhalten und zu fördern. Ziel ist es, deren Lebensräume aufzuwerten und zu vernetzen sowie geeignete Massnahmen gegen die Ausbreitung fremder Krebsarten zu realisieren. Zudem sollen Informationsveranstaltungen und Exkursionen dazu beitragen, die Bevölkerung auf die Bedürfnisse der einheimischen Flusskrebsarten zu sensibilisieren. Diese Massnahmen orientieren sich am «Aktionsplan Flusskrebse Schweiz» des Bundesamts für Umwelt. Im Schutzprojekt ist vorgesehen, Krebse in geeigneten Gewässern wieder anzusiedeln, vor allem dort, wo sie wegen Krankheitsbefall oder Gewässerverschmutzungen verschwunden sind. Die Beschaffung von Krebsen zu Besatzzwecken ist jedoch schwierig, insbesondere bei den Stein- und Dohlenkrebsen. Es gibt im Aargau kaum mehr Gewässer mit genügend grossen Populationen, um dort die erforderliche Anzahl Tiere fangen zu können, ohne den Bestand zu gefährden. Die Sektion Jagd und Fischerei des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat sich deshalb entschieden, für Stein- und Dohlenkrebse zwei Aufzuchtseinrichtungen zu initiieren, um künftige Besatzkrebse heranzuziehen. Als geeignete Anlagen wurden ein ehemaliger Fischteich in Zeiningen und ein alter Mühleweiher in Mettau ausgewählt. Mit den beiden Aufzuchtanlagen sollen in Zukunft genügend Tiere zur Verfügung stehen, um geeignete Gewässerwieder mit Krebsen zu besetzen. «Erste Erfolge sind bereits nachweisbar», stellt Thomas Stucki, der kantonale Fischereiaufseher im BVU fest. Aus dem Krebsweiher in Zeiningen konnten bereits mehrere Hundert junge Dohlenkrebse in die Freiheit entlassen werden. Im 2011 frisch sanierten Weiher im Mettauertal soll es nächstes Jahr Nachwuchs bei den Steinkrebsen geben. (zvg)      




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