25.09.08 | Im letzten Jahr haben zum ersten Mal seit über hundert Jahren wieder wild lebende Bartgeier in der Schweiz Junge aufgezogen. Dieses Jahr zeichnet sich ein weiterer Erfolg ab: Je einem Bartgeierpaar im Albulagebiet und in der Region Ofenpass ist die Aufzucht eines Jungtiers geglückt. Chasper-Fuorn und Luzi-Albula heissen die Junggeier. Mitte Juli haben sie zu ihrem ersten Flug angesetzt.
Vor dreissig Jahren wurde an einer denkwürdigen Sitzung in Morges der Startschuss für das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers gegeben.In vier Alpenregionen wurden seit 1986 über 150 junge Bartgeier ausgewildert. 26 davon sind im Schweizerischen Nationalpark in einem Kunsthorst in die Freiheit entlassen worden.
Die jungen Bartgeier stammen aus einem internationalen Zuchtprogramm, an dem sich über 30 Zoos,Wildparks und Zuchtstationen beteiligen. Im ganzen Alpenraum sind seit 1997 bereits über 50 junge Bartgeier aus Wildbruten ausgeflogen. Trotz dieser eindrücklichen Zahlen ist es noch nicht Zeit, die Hände in den Schoss zu legen, sagt die Stiftung Bartgeier. Sie wird sich weiterhin für die imposanten Alpenbewohner einsetzen. Eine sorgfältige Überwachung der jungen, noch empfindlichen Population, das Engagement über die Landesgrenze hinaus und bei Bedarf auch weitere gezielte Auswilderungen stehen dabei im Vordergrund.
An der letzten Sitzung des Stiftungsrates im Mai sind Luzi Bärtsch (Präsident), Chasper Buchli (Geschäftsführer), Rolf Anderegg, Hansjörg Blankenhorn und Heinrich Haller nach langjähriger engagierter Tätigkeit zurückgetreten. Der Stiftungsrat setzt sich neu wie folgt zusammen: Jürg P. Müller (Präsident), Felix Weber (Vizepräsident), Daniel Hegglin (Geschäftsführer), Georg Brosi, Kurt Eichenberger, KlausRobin, Reinhard Schnidrig.
www.bartgeier.ch
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