19.03.08 | «Die Forschung hat den Erreger, das Bakterium ‹mycoplasma conjunctivae› identifiziert», schreibt Peider Ratti. «Sein unheilvolles Wesen und Wirken wurde in einer Habilitation, in sechs Dissertationen und drei Diplomarbeiten beschrieben. Nebst mehreren Semester- und Matura-Arbeiten wurden gut 110 Vorträge im In- und Ausland gehalten. Die Broschüre ‹Erloschene Lichter› von Heini Hofmann hat die Krankheit vortrefflich illustriert. Wo aber befindet sich die Achilles-Sehne des Bakteriums? Wie könnte diese lahmgelegt werden? Es sind noch viele Fragen offen. Beispielsweise: Wie kann sich das Bakterium an der Horn- oder Bindehaut festkrallen? Könnten diese Eigenschaften mit Antikörpern über eine Impfung ausgeschaltet werden? Zur Zeit wird das Genom entschlüsselt und die Funktion der einzelnen Gene erforscht. Diese faszinierenden Arbeiten führen Prof. Joachim Frey, Tierspital Bern, PD Dr. Marco Giacometti, Wildvet Projects Stampa und Dr.Tobias Schmidheini, Microsynth, Balgach und Mitarbeiter aus.»
Peider Ratti selbst tritt altershalber zurück. «Ich zähle 72 Jahrringe und 72 Schübe», schreibt er dazu. «Die Schübe der letzten Jahre sind kürzer geworden. Es ist Zeit, die Forschungen jüngeren Kräften zu übergeben. Die Trägerschaft geht von der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden an JagdSchweiz über.» Grossen Weidmannsdank, lieber Peider Ratti, für diese grosse Arbeit im Dienst der leidenden Kreatur!
Schlussbericht und Tätigkeitsberichte 1994-2007: www.wildvet-projects.ch und www.jagdschweiz.org (Unter Gämsblindheit bzw. Stiftung).
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