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Biologie und Jagdtechnik - Bartgeier

Neuer Anlauf für den Bartgeier

Im kommenden Jahr werden erstmals Bartgeier in den Schweizer Nordalpen ausgewildert. Damit wird dem eindrücklichen, einst im ganzen Alpenraum ausgerotteten Knochenfresser ein weiteres Stück seiner alten Heimat zurückgegeben. Eine erste Auswilderung findet im Frühsommer 2010 im St. Gallischen Calfeisental, in einem eidgenössischen Wildschutzgebiet, statt.

25.01.10 | In den nächsten 10 bis 15 Jahren sollen ein neuer Populationskeim gebildet und die genetische Basis der wildlebenden Bartgeierpopulation verbessert werden. Auch in den Nordalpen werden bald wieder die Knochen krachen. Dafür sorgt der Bartgeier, der ab kommendem Jahr in dieser Region ausgewildert werden soll. Dieser eindrückliche Aasfresser, der am liebsten Knochen von verendeten Tieren frisst und diese zwecks mundgerechter Zerkleinerung aus grosser Höhe auf Geröllhalden fallen lässt, war ursprünglich in der ganzen Schweiz heimisch und wurde anfangs des 20. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet.


Seit 1987 wurden in den Alpen 160 junge Bartgeier ausgewildert, 26 davon im Schweizerischen Nationalpark. Dank dem Wiederansiedlungsprojekt haben sich inzwischen erste Populationskeime, wie im Raum Engadin und in Haute Savoie und dem angrenzenden Wallis, gebildet. Allerdings, so zeigt eine aktuelle Analyse, ist die genetische Basis der Wildpopulation noch zu klein.


Die Stiftung Pro Bartgeier will dem nun mit Auswilderungen in den Schweizer Nordalpen entgegenwirken und die flächige Besiedlung des ehemaligen Verbreitungsgebiets fördern. Die intakten Wildtierbestände und die guten thermischen Bedingungen im eidgenössischen Banngebiet Graue Hörner bieten beste Lebensbedingungen für Bartgeier. Hier, im St. Gallischen Calfeisental, sollen im Frühsommer 2010 erstmals junge Bartgeier in den Schweizer Nordalpen ausgewildert werden.


Mehr zum Vorhaben im Jahresbericht der Stiftung Pro Bartgeier: www.bartgeier.ch/downloads




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